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Am 12. September alle Mann und Frau in die Nordwestbahn gesetzt. Es ist Oldenburger Filmfest, eingeläutet durch Jan Ole Gersters Oh Boy. Ein Film über einen Berliner Slacker, der an der Dummheit der Menschheit leidet und gezielt nichts dagegen tut. Eine Komödie, die mit Peter Schilling in der Hauptrolle und vielen namhaften Nebendarstellern zum deutschen Kassenschlager werden könnte aber irgendwie anti genug um nach Oldenburg zu passen, wo Independent- und Genre-Tugenden hochgehalten werden.

Mit zwölf weiteren Filmen wird Oh Boy um den German Independence Award konkurrieren, der diesmal von einer rein weiblich besetzten Jury unter dem Vorsitz Mira Sorvinos verliehen wird. Immerhin ein Versuch, der erdrückenden Mehrheit männlicher Regisseure etwas entgegen zu setzen. Gerade an Orten, wo Genre-Kino willkommen ist, sind es Frauen oft nicht, was absolut keinen Sinn macht und das Filmfest tut gut daran, auf diesem Wege darauf aufmerksam zu machen.

Die Retrospektive widmet sich dieses Jahr Phedon Papamichael aus dem Dunstkreis des Cassavetes-Clans. Durch seine Kameraarbeit in großen Qualitätsproduktionen wie The Descendents hat er einen exzellenten Ruf, in Oldenburg werden zudem seine eigenen Regiearbeiten zu sehen sein. Torsten Neumann hat es also auch dieses Jahr geschafft, einige Größen des amerikanischen Kinos in die niedersächsische Provinz zu locken. Trotz aller Streitereien um Finanzierung und wie man diese Probleme in der Öffentlichkeit auszutragen hat – das Festival zeigt sich zäh. Als Hommage hat Thomas Stiller einen schönen Trailer abgeliefert. Man sieht sich an der Bar.

 

 

 

 

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